Sonntag, 25. Januar 2009

"Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister...

Werd ich nun nicht los." (Goethe)

Dies mußte zumindest der Ralf feststellen. Einerseits gewinnt er dadurch bei mir 2,54 Sympathiepunkte, andererseits zeugt es doch von unglaublicher Naivität.



Und hier noch ein Gruß des Kommerzes - man bekommt übrigens in Mannheimer Kaufhäusern KEINE Devotionalien des Waldhof mehr. Aber dafür Zahnputzbecher von den Bayern und der TSG...


Hier ein Beispiel, wie man mit Tradition umgehen kann

Mittwoch, 14. Januar 2009

Sonntag, 21. September 2008

Blick über den Kesselrand II


Quelle 1
Quelle 2

und hier der Einstand von Euro-Eddie...

Samstag, 20. September 2008

HR4 Tanzparty - Jonas komm!


Tobis Wohnzimmer ist jetzt nach den Regeln des Feng Shui eingerichtet. Der Kreis der fünf Elemente läßt die Energie jetzt freier um die acht Trigramme fließen und die schlaflosen Nächte haben nun ein Ende. Allerdings läßt sich die Küche nach Li Qi Pai nur dann optimal einpendeln, wenn die dem Innenhof zugeneigte Wand durchgebrochen wird und die Spüle auf der Grenze des I Ging steht. Könnte zwar im Winter kalt werden, aber was tut man nicht alles für die Gesundheit.

Beim Fußball waren wir auch noch. Auf der Autobahn überholte uns ein Passat mit Fähnchen links und Fähnchen rechts, einem Schalke-Schild an der Heckscheibe, einer Schalkefahne über der Rückbank und zwei lebenden Schalketrikots auf Fahrer- und Beifahrersitz. Dieser überholte uns also und das ca. elfjährige Balg (weiblich) machte eine abfällige Geste in unsere Richtung. Hmmm, was tun? WIR SIND DIE FRANKFURTER, DIE ASOZIALEN FRANKFURTER! Tobi tat was ein Mann tun muß...




Als er uns dann überholte sah uns die Tochter fassungslos an und er setzte sich vor uns...wir überholten und er gab uns zu verstehen, dass wir einen zusammen Trinken müssen. Am nächsten Parkplatz sind wir dann raus und verabredeten uns für Parkplatz D2. Er führe uns dann zum Schalker Wach, wo er jedes Spiel ein Bier trinkt und er mit der Tochter noch einen Manta-Teller ist. Manta-Teller = C-Wurst mit Pommes Schranke.

Dann trennten sich die Wege, wir zu den Gästen und die Schalker zum Manta-Teller. Diesmal hatte sich die Polizei ein ganz neues Spiel einfallen lassen. Ihr steht im Kessel und wir drumrum. Alle gehen rein, keiner geht heraus...was weiß ich wie dies zur Sicherheit beigetragen hat. Da steht man schon durch 40ha vom Gegner getrennt in der Pampa, ist unter sich und wartet auf Einlass, aber die Polizei findet immer noch eine Möglichkeit um ihren Einsatz zu rechtfertigen. Man durfte zwar den inneren Kreis betreten, aber nicht wieder hinaus. Es sei denn man hat telefoniert. Ey, das war ja mal komplett planlos. Aber gut...Einlasskontrolle wie im IKEA Sandhofen und der Block wie immer unten überfüllt und oben ordentlich Platz. Dort haben wir uns dann zu Suse, Arne, Ruhrpottkumpel und Mühli gesellt.


Wie ich soeben in unserem Forum lese, hat der Capo der UGE SV und man hat auf Probe auf Megafone verzichtet. Das da links ist die gefürchtete Nordkurve. Kling laut, ist sie aber nicht. Im Kern haben ca. 500 supportet und der Rest hat Winterstarre geübt. Das war der schlechteste Support den ich je wahrgenommen habe. Ok, ich war noch nicht in Wolfsburg und München. Aber mies war das schon.

Das Spiel war recht launig und der Fandel hatte die klare Ansage bekommen, Karten nur Richtung weiß zu zeigen. Arne der Optimist glaubte bis kurz vor Spielende immer noch, dass der Schiri auch mal nem Schalker den Karton zeigt...Junge, wo bist Du denn aufgewachsen? 100-Morgen-Wald?

Es war aber schon die beste Saisonleistung der Eintracht. Vor allem Meier hat sich klasse zurückgemeldet. Hätte der Fährmann noch nen Meter weiter vor dem Tor gestanden, hätte es 1:1 ausgehen können - was ein perverser Schuß vom Libero!

Nach dem Abpfiff blieben wir noch ein wenig im Block und freuten uns wie Bolle, als JJ zum Jubeln die Stadionrunde machte. Feixend mit unserem Vorzeigenationalstürmer Gerald am Block vorbei und fühlte sich erhaben, dass wir noch so Anteil an ihm nehmen. JJ, Du bist so dumm und hässlich, dass selbst der Beelzebub persönlich bei Petrus vorsprechen würde um Dich nicht aufnehmen zu müssen. Und denk daran...auf dem Mars und auf dem Mond, überall ein Hesse wohnt! We keep watching you...

Draußen vor der Gazprom-Arena nahmen wir am Steinbach-Imbiss noch einen Snack: Schwarz-Roter Rührkuchen...lecker! Wie immer kamen wir recht bescheiden vom Parkplatz runter. Nur durch die Fahrkünste des Fabian McRae haben wir bestimmt eine halbe Stunde eingespart. Baustellenschikane, rechts 2. Gang, 50°, links 2. Gang 70° und dann über die Curves.

Keine Ahnung was noch passiert ist, aber wir waren die einzigen Eintrachtler später im BurgerKing. Entweder die Busse waren alle deutlich vor uns (was nicht sein kann...wir sind zwar erst um halb sieben auf der Autobahn gewesen, aber dann im Schnitt mit 140 gefahren) oder die kamen erst richtig spät weg.

Sollte sich jemand außer den Mitfahrern fragen, was nebenstehender Auszug aus Laras Album Ganz nah bei Dir bedeuten soll, der sei aufgefordert sich nochmal den Seitentitel anzusehen. Als wir nämlich endlich wieder den hessischen Rundfunk empfangen konnten, wurden wir herzlich eingeladen bei der Tanzparty des HR4 mitzumachen. Gassenhauer von Bernhard Brink, Nicki, Lara et al. kitzelten unsere Gehörgänge und wir wollten bald gar nicht mehr zuhause ankommen, sondern für immer dem Schokoriegel essenden Moderator zuzuhören. "Mein Produktionsleiter hat mir zwei Schokoriegel mitgebracht. Auf dem einen steht 81. Das ist nicht etwas das Jahr in dem er hergestellt wurde, sondern darunter steht ganz klein Kilokalorien. Ich mache jetzt ganz schnell die Verpackung auf und lasse die 81 verschwinden." *TILT* Dann doch lieber in Wirges tot überm Gartenzaun hängen.

Es war also wie immer, der Weg ist das Ziel!

Freitag, 12. September 2008

Madonna Puttana!


Obiges ist ein in Italien gebräuchlicher Ausruf der Verärgerung ("Spiel abgesagt" vielleicht auch). Abwandlungen (man ist ja auch ein bisschen katholisch) sind z.B. "Maremma Puttana". Benannt nach einem Landstrich an der Küste. Dazu muß man wissen, dass der Italiener nur drei Frauen kennt die sein absolutes Vertrauen und Wertschätzung genießen: die Schwester (sorella), die Mutter (Mamma) und eben die heilige Mutter Gottes Maria (Madonna). Es liegt mir ebenso wie dem gläubigen Italiener fern, die heilige Mutter Gottes zu verunglimpfen, auch wenn ich als Protestand mit ihre weniger anzufangen weiß.

Die Madonnna um die es mir hierbei geht ist die Sängerin Madonna Louise Veronica Ciccone. Die DFL hat die Spielansetzung so zeitnah an das Konzert der Sängerin gesetzt, dass es nicht mal speedgetränktem holländischen Schnellrollrasens gelungen ist anzuwachsen. Das hätte man auch vorher wissen können bzw. müssen. Trotzdem scheint man überrascht, dass Thorsten Kinhöfer den Platz für unbespielbar fand.

Wir danken dem Stadionbetreiber, der DFL, dem DFB und natürlich Madonna, dass das Spiel an irgendeinem unwürdigen Dienstag oder Mittwoch wiederholt wird.

In diesem Sinne:

"Madonna, Madonna, VAFFANCULO!"


Quellen:

Montag, 25. August 2008

Hennes VIII. bestreitet Verwandschaft mit dem Capo der WH!

(Da der Tobi nicht dabei war mußten wir das übernehmen.)

Dass Hennes das bestreitet ist verständlich, denn schließlich prügeln gerade alle vierhundertzweiunddreißig Forenmitglieder auf dem FC-Brett auf ihn ein. Also auf den Capo, nicht auf den Geißbock.

But now to something completely different.
Da die Eintracht sich diesmal wirklich nicht hat lumpen lassen, bekam ich vier Sitzplatzkarten zugelost. Zusammen mit den vier Stehern vom Tobi kamen wir also auf geschätzte acht Karten. Da aber nur drei von uns auf das Spiel gehen konnten, hatten wir also ein Resourcenproblem. Wie teilt man sich am besten so auf, dass man alle acht Karten in Anspruch nehmen kann, ohne einen von uns zu benachteiligen. Wir wollten gerade BlueGene/L in Jülich mit den Daten füttern, da machte jemand den Vorschlag, die überzähligen Karten doch einfach zu verkaufen! "Nichts leichter als das..." flüsterte mir Pickeldie ins Ohr "...komm mit!". Buben, ich sags Euch, was mich das verticken der Karten an Nerven gekostet hat...das ist wie zehnmal schweißgebadet aufwachen und denken, man habe sich im Knast von Dien Bien Phu mit einer Bambus-Nadel ein "Fanfreundschaft Hertha-KSC" auf den Peter stechen lassen!

Schlußendlich hat dann doch alles gut geklappt und ich bin die Karten losgeworden. Mußte mich aber zwischendurch noch beim Horst-Steffen absichern, ob ich auch wirklich nur die Überzähligen abgegeben habe und nicht auch noch im Tran meine eigene. Aber der Kerl denkt doch tatsächlich mit und wedelte mit unseren Stehern.

Durch die ganze Warte- und Telefoniererei mußte ich erstmal was trinken, also auf zum Büüdsche. Gaffel Kölsch ALKOHOLFREI? Nene, eher was mit Geschmack, also ein stilles Wasser bitte...dann hurtig hinein und eine Einlaßkontrolle erlebt, wie wie im Württembergischen Landesmuseum. Draußen zieht die Polizei alle Kräfte zusammen, die noch vom Vortag die Schildkrötenpanzer anhatten und die Ordner machen einen auf Berührungsangst. Gut, soll mich nicht ärgern. Rin in Block und noch jede Menge Platz gehabt. Matzel kam erst kurz vor Anpfiff. Wer ihn kennt weiß, dass es er nicht der schnellste Trinker ist und so dauerte es eben länger, bis er mit den Bad Godesbergern mit dem Trinken fertig war. Man darf die Menge, die in ein Kölsch-Glas paßt nicht unterschätzen. 200.000 Mikroliter sind schon ne Menge!

Zum Spiel an sich möchte ich nichts sagen, das kann man im Kicker nachlesen bzw. sich im Forum die Wertungen anschauen. Support der Kölner war wohl standesgemäß und demnach kaum zu vernehmen. Nur beim Führungstreffer wurde es mal kurz laut - da ist ihnen wohl vor Schreck das Kölsch-Glas aus der Hose gefallen bzw. die Thai aus dem Katalog (siehe oben). Man muß aber anerkennen, dass es schon gut aussah, als alle die Schäle reckten. Nur dass immer die Höhner gespielt werden müssen verstehe ich nicht. Aber ich bin auch kein Rheinländer.

Besonders schräg fand ich den Spot zur Stadionsicherheit - sozusagen das Pendant zu unserem "Immer wenn Sie meine Stimme hören geht es um Ihre Sicherheit.". Also das war ein Spot, der uns klar machen sollte, dass wir keine Pyros o.ä. zünden sollen. Jetzt sind wir aber in Köln, der Hauptstadt der Schwulen und da kann ein Spot mit dem Titel "37°C" auch schon mal in eine ganz andere Richtung gedacht werden (Eigentlich wollte man mit dem Spot andeuten, dass 37°C die höchste Temperatur im Stadion sein sollte und das abbrennen von Feuerwerksköpern nicht gut ist).

Ich fand unseren Support streckenweise richtig gut, aber leider setzt sich immer mehr eine "we only sing when we're winning"-Auffassung durch. Vielleicht sollte auch mal wieder was neues kommen. Eins muß ich noch los werden: mein Support war bestimmt an Ausdauer verbesserungswürdig, das gebe ich zu. Aber dass ein dahergereister schweizer Köln-Kollaborateur mich mäkelt, weil ich zwischenzeitlich nicht gesungen habe, geht dann doch zu weit! Am Ende der Saison wird abgerechnet...dann können wir nochmal darüber diskutieren. Denn schließlich müssen wir uns unsere Kräfte auf mehr als 20 Spiele aufteilen, während DU nur zu den beiden Bayern-Spielen kommst und zufällig wegen Joschas Geburtstag in Köln warst! So das mußte mal raus....immer diese Disney...äh..Teleclubber ;-)

Die Rückkehr verlief reibungslos, abgesehen davon, dass der Eintracht-Bus schon wieder vor uns war. Entweder es gibt in den Stadien standardmäßig 20 Einzelduschen pro Umkleide, oder die Jungs duschen nicht. Letzteres halte ich für wahrscheinlicher. Kann auch sein, dass es ein Dummy-Bus ist und die Spieler unauffälig in 30 Mitsubishi-Pajeros heimfahren. A propos heimfahren. Der Peugeot 308 war vorne so geräumig, dass der Matzel die Beine übereinander schlagen konnte! Als ich am Montag den Wagen zur Autovermietung brachte, bin ich den Weg von der Tanke bis dorthin im ersten Gang und Vollgas gefahren, weil ich leider zu viel getankt hatte. Ich sag nur: "Der Tank ist ein Viertel voll, bitte geben Sie ihn auch so wieder ab."

P.S.: Unbestätigten Quellen zu Folge hat Yasmina immer noch diese fiese Pilzinfektion!

Montag, 18. August 2008

Ich glaub es geht schon wieder los...


Hertha zu Gast. Die Eintracht hat zu alter Stärke zurückgefunden und spielte bräsig und lustlos und harmloser als ein Pfund Zwiebelmett. Stimmung begann da, wo sie letzte Saison aufgehört hat - auf Rasenebene. Umso skurriler nebenstehendes Banner...hat wohl keiner von der Mannschaft gelesen..naja.

Einziger Aufreger war die Konfetti-Choreo, die mir am nächsten Tag noch aus den Schuhen rieselte.

Fotos von www.sge4ever.de (Danke!)