

Quelle 1
Quelle 2
und hier der Einstand von Euro-Eddie...
< Eintracht-Fans in der Diaspora >
Reclaim the game - Holt Euch das Spiel zurück!

Als er uns dann überholte sah uns die Tochter fassungslos an und er setzte sich vor uns...wir überholten und er gab uns zu verstehen, dass wir einen zusammen Trinken müssen. Am nächsten Parkplatz sind wir dann raus und verabredeten uns für Parkplatz D2. Er führe uns dann zum Schalker Wach, wo er jedes Spiel ein Bier trinkt und er mit der Tochter noch einen Manta-Teller ist. Manta-Teller = C-Wurst mit Pommes Schranke.
Dann trennten sich die Wege, wir zu den Gästen und die Schalker zum Manta-Teller. Diesmal hatte sich die Polizei ein ganz neues Spiel einfallen lassen. Ihr steht im Kessel und wir drumrum. Alle gehen rein, keiner geht heraus...was weiß ich wie dies zur Sicherheit beigetragen hat. Da steht man schon durch 40ha vom Gegner getrennt in der Pampa, ist unter sich und wartet auf Einlass, aber die Polizei findet immer noch eine Möglichkeit um ihren Einsatz zu rechtfertigen. Man durfte zwar den inneren Kreis betreten, aber nicht wieder hinaus. Es sei denn man hat telefoniert. Ey, das war ja mal komplett planlos. Aber gut...Einlasskontrolle wie im IKEA Sandhofen und der Block wie immer unten überfüllt und oben ordentlich Platz. Dort haben wir uns dann zu Suse, Arne, Ruhrpottkumpel und Mühli gesellt.
Wie ich soeben in unserem Forum lese, hat der Capo der UGE SV und man hat auf Probe auf Megafone verzichtet. Das da links ist die gefürchtete Nordkurve. Kling laut, ist sie aber nicht. Im Kern haben ca. 500 supportet und der Rest hat Winterstarre geübt. Das war der schlechteste Support den ich je wahrgenommen habe. Ok, ich war noch nicht in Wolfsburg und München. Aber mies war das schon.
Es war aber schon die beste Saisonleistung der Eintracht. Vor allem Meier hat sich klasse zurückgemeldet. Hätte der Fährmann noch nen Meter weiter vor dem Tor gestanden, hätte es 1:1 ausgehen können - was ein perverser Schuß vom Libero!
Nach dem Abpfiff blieben wir noch ein wenig im Block und freuten uns wie Bolle, als JJ zum Jubeln die Stadionrunde machte. Feixend mit unserem Vorzeigenationalstürmer Gerald am Block vorbei und fühlte sich erhaben, dass wir noch so Anteil an ihm nehmen. JJ, Du bist so dumm und hässlich, dass selbst der Beelzebub persönlich bei Petrus vorsprechen würde um Dich nicht aufnehmen zu müssen. Und denk daran...auf dem Mars und auf dem Mond, überall ein Hesse wohnt! We keep watching you...
Obiges ist ein in Italien gebräuchlicher Ausruf der Verärgerung ("Spiel abgesagt" vielleicht auch). Abwandlungen (man ist ja auch ein bisschen katholisch) sind z.B. "Maremma Puttana". Benannt nach einem Landstrich an der Küste. Dazu muß man wissen, dass der Italiener nur drei Frauen kennt die sein absolutes Vertrauen und Wertschätzung genießen: die Schwester (sorella), die Mutter (Mamma) und eben die heilige Mutter Gottes Maria (Madonna). Es liegt mir ebenso wie dem gläubigen Italiener fern, die heilige Mutter Gottes zu verunglimpfen, auch wenn ich als Protestand mit ihre weniger anzufangen weiß.



But now to something completely different.
Durch die ganze Warte- und Telefoniererei mußte ich erstmal was trinken, also auf zum Büüdsche. Gaffel Kölsch ALKOHOLFREI? Nene, eher was mit Geschmack, also ein stilles Wasser bitte...dann hurtig hinein und eine Einlaßkontrolle erlebt, wie wie im Württembergischen Landesmuseum. Draußen zieht die Polizei alle Kräfte zusammen, die noch vom Vortag die Schildkrötenpanzer anhatten und die Ordner machen einen auf Berührungsangst. Gut, soll mich nicht ärgern. Rin in Block und noch jede Menge Platz gehabt. Matzel kam erst kurz vor Anpfiff. Wer ihn kennt weiß, dass es er nicht der schnellste Trinker ist und so dauerte es eben länger, bis er mit den Bad Godesbergern mit dem Trinken fertig war. Man darf die Menge, die in ein Kölsch-Glas paßt nicht unterschätzen. 200.000 Mikroliter sind schon ne Menge!
Zum Spiel an sich möchte ich nichts sagen, das kann man im Kicker nachlesen bzw. sich im Forum die Wertungen anschauen. Support der Kölner war wohl standesgemäß und demnach kaum zu vernehmen. Nur beim Führungstreffer wurde es mal kurz laut - da ist ihnen wohl vor Schreck das Kölsch-Glas aus der Hose gefallen bzw. die Thai aus dem Katalog (siehe oben). Man muß aber anerkennen, dass es schon gut aussah, als alle die Schäle reckten. Nur dass immer die Höhner gespielt werden müssen verstehe ich nicht. Aber ich bin auch kein Rheinländer.
Besonders schräg fand ich den Spot zur Stadionsicherheit - sozusagen das Pendant zu unserem "Immer wenn Sie meine Stimme hören geht es um Ihre Sicherheit.". Also das war ein Spot, der uns klar machen sollte, dass wir keine Pyros o.ä. zünden sollen. Jetzt sind wir aber in Köln, der Hauptstadt der Schwulen und da kann ein Spot mit dem Titel "37°C" auch schon mal in eine ganz andere Richtung gedacht werden (Eigentlich wollte man mit dem Spot andeuten, dass 37°C die höchste Temperatur im Stadion sein sollte und das abbrennen von Feuerwerksköpern nicht gut ist).
Ich fand unseren Support streckenweise richtig gut, aber leider setzt sich immer mehr eine "we only sing when we're winning"-Auffassung durch. Vielleicht sollte auch mal wieder was neues kommen. Eins muß ich noch los werden: mein Support war bestimmt an Ausdauer verbesserungswürdig, das gebe ich zu. Aber dass ein dahergereister schweizer Köln-Kollaborateur mich mäkelt, weil ich zwischenzeitlich nicht gesungen habe, geht dann doch zu weit! Am Ende der Saison wird abgerechnet...dann können wir nochmal darüber diskutieren. Denn schließlich müssen wir uns unsere Kräfte auf mehr als 20 Spiele aufteilen, während DU nur zu den beiden Bayern-Spielen kommst und zufällig wegen Joschas Geburtstag in Köln warst! So das mußte mal raus....immer diese Disney...äh..Teleclubber ;-)
Die Rückkehr verlief reibungslos, abgesehen davon, dass der Eintracht-Bus schon wieder vor uns war. Entweder es gibt in den Stadien standardmäßig 20 Einzelduschen pro Umkleide, oder die Jungs duschen nicht. Letzteres halte ich für wahrscheinlicher. Kann auch sein, dass es ein Dummy-Bus ist und die Spieler unauffälig in 30 Mitsubishi-Pajeros heimfahren. A propos heimfahren. Der Peugeot 308 war vorne so geräumig, dass der Matzel die Beine übereinander schlagen konnte! Als ich am Montag den Wagen zur Autovermietung brachte, bin ich den Weg von der Tanke bis dorthin im ersten Gang und Vollgas gefahren, weil ich leider zu viel getankt hatte. Ich sag nur: "Der Tank ist ein Viertel voll, bitte geben Sie ihn auch so wieder ab."
Hertha zu Gast. Die Eintracht hat zu alter Stärke zurückgefunden und spielte bräsig und lustlos und harmloser als ein Pfund Zwiebelmett. Stimmung begann da, wo sie letzte Saison aufgehört hat - auf Rasenebene. Umso skurriler nebenstehendes Banner...hat wohl keiner von der Mannschaft gelesen..naja.
Quelle: kicker.de
Es war im Jahre 1990, als ich mit meinen Eltern im schönen Göteborg Urlaub machte. Es war Sommer und das Kicker Bundesliga Sommerheft war wohl noch pünktlich genug erschienen, sodass mein Vater es erstehen konnte. Das war dann auch mein erster Kontakt mit der Kicker-Stecktabelle. Damals wurde natürlich aufgrund väterlicher Repression ein anderer Verein auf Platz eins der 1. Bundesliga gesetzt, doch zumindest in der zwoten Liga durfte ich zum ersten Mal nebenstehendem Symbol den 1. Aufstiegsplatz zuweisen. 
Vorne v.li. : Mehdi Mahdavikia (15), Marcel Heller (9), Markus Steinhöfer (13), Markus Pröll (21), Jan Zimmermann (28), Oka Nikolov (1), Kreso Ljubicic (22), Christoph Spycher (16), Alexander Krük (27).
Mitte v. li. stehend:
Rainer Falkenhain (Leiter der Lizenzspielerabteilung), Dr. Christoph Seeger (Mannschaftsarzt), Franco Lionti (Materialwart), Christoph Preuß (4), Junichi Inamoto (20), Ioannis Amanatidis (18), Patrick Ochs (2), Benjamin Köhler (7), Michael Fabacher (Reha-Trainer), Andreas Menger (Torwarttrainer), Armin Reutershahn (Co-Trainer), Friedhelm Funkel (Chef-Trainer) .
Hinten v.li. stehend:
Stefan Braunsdorf (Physioterapeut), Thomas Kühn (Physiotherapeut), Aaron Galindo (3), Faton Toski (32), Marco Russ (23), Alexander Meier (14), Habib Bellaid (19), Nikos Liberopoulos (10), Caio (30), Chris (29), Martin Fenin (17), Michael Fink (6).


Und der Fluch der Heimat hat gewirkt. Aber wir fangen wie immer mal früher an...
Dumm nur, dass beim Schreiben der Einladungen ein kleiner Fehler passierte und alle Frankfurter aus- statt eingeladen waren. Dies ist weißgott die größte Frechheit, die sich meine Heimatstadt neben Stuttgart 21 hat einfallen lassen. Doch ich greife wieder vor.
Spielerisch gesehen lag unsere größte Hoffnung auf Wechselfehlern beim VfB und Wechselglück bei uns. FF hatte zum Wiederanpfiff alles Richtig gemacht und sich entschlossen auf halten zu Spielen. Fenin raus und Inamoto rein. Folglich spielten wir nur noch mit einer Spitze und wurde gleich 2 Minuten später vom VfB gedankt: 4:0. Damit war das Spiel durch. Der BfV begann mit dem Auslaufen und so durfte Ama wieder mal netzen - ein klassisches Ama-Tor. Schnelles Anspiel, 1:1 mit Schäfer und instinktiv vorbeigesteckt. Klasse!
Da uns nach dem Spiel der Zutritt zum Cannstatter Wasen verwehrt wurde, sind wir halt aufs Frühlingsfest. Dank Scout Giertz haben wir uns an einem weniger frequentierten Eingang hineingeschlichen. Könnte auch sein, dass die Ordner keine Ahnung vom bundesweiten Volksfestverbot der Adler hatten. Auf dem Wasen merkte man sofort die Erfahrung von Tubes früherem Nebenjob als Autoscooterchipeinwerfer und so schoß er jedem von uns eine Blume. Schaut doch mal wie er sich freut der Tobi...wie er lachen kann.
Wir sind einfach vom einen zum anderen Ende gelaufen und haben uns kurz vor Ende noch ein schönes Dinkelacker im Halbliterbecher auf die Hand genommen. Außer mir wird keiner realisiert haben, dass das Dinkelacker war, oder? Dachte ich mir. Vor der Bahn haben wir noch kurz gestoppt, weil der Tobi müde Füße hatte und wohl auch ein wenig Bauchweh hatte. Aber das Wetter war gut!
Der Realitätsverlust wurde immer offensichtlicher. In der Bahn versuchten wir eine ca. 15 Jährige im VfB-Trikot davon zu überzeugen, dass wir gewonnen hätten. Sie saß hinter uns und dachte wohl sie müsse uns wiedersprechen, als wie die Chancenvielfalt unseres Dreiersturms priesen und die Undurchdringbarkeit unserer Vierekette. In Ihrer Hilflosigkeit fiel den Jungs nichts anderes ein, als mich bloßzustellen, worauf das Mädel nicht nur wußte, wo die Kickers gespielt haben, sondern auch wie das Spiel ausgegangen war. Strange shit. Aber das Wetter war gut! "Sonst berichten wir vor Bundesligaspielen an dieser Stelle über Mannschaftsaufstellungen, Taktik und Verletzte. Doch vor dem Kick gegen die Eintracht rückt all das durch die Ereignisse der vergangenen Woche in den Hintergrund.
Nein, nicht die rund um den Pokal. Die mit der Stasi 2.0. Die Bespitzelung von deutschen Bürgern im Allgemeinen und Fußballfans im Besonderen hat einen traurigen Höhepunkt erreicht. Leidtragende waren diesmal die als extrem friedlich bekannten Fans aus Frankfurt. Was war geschehen?
Eigentlich ist es nur ein harmloses Lied. "Erste Runde Salzburg, zweite Runde Wien. Danach befreien wir Saddam Hussein", singen die Hessen gerne mit Bezug auf ihre letzte Europapokaltour. Die führte den Club natürlich nicht in den Irak, weshalb die Ansage bezüglich des mittlerweile längst in einem Erdloch verscharrten Ex-Diktators ironisch, als Spaß, zu sehen ist. Die Polizei in der "Hauptstadt des Verbrechens" zeigte sich allerdings gänzlich humorfrei und ließ führende Mitglieder der Ultras Frankfurt vom Bundesnachrichtendienst auf Kontakte in die arabische Welt überprüfen. Besonders im Fokus: Cengiz Y., Ali Ü. und Michael G., die als gläubige Muslime und Maschinenbaustudenten verdächtig schienen.
Die drei jungen Männer wurden, wie das Nachrichtenmagazin SPIEGEL berichtet, monatelang observiert, ihre Telefone abgehört, E-Mails abgefangen. Statt Anschlagsplänen erfuhren die BND-Agenten Details über geplante Choreos im Frankfurter Waldstadion, die geheime Anreise der UF nach Dortmund und die Anschaffung neuer Fahnen. Ein Richter, der die Abhörung daraufhin nicht mehr weiter genehmigen wollte, zog seine Einwände nach einem Anruf von Innenminister Wolfgang Schäuble zurück und flog auf unbestimmte Zeit in die Karibik. Die Bespitzelungen gingen weiter und wurden erst beendet, als der SPIEGEL den Skandal aufdeckte.
Doch damit nicht genug. Das harmlose Liedchen der Fans war Auslöser für noch weitere Ermittlungen. "Wir fahren Fahrrad wie Erik Zabel. Erst nach Bologna und weiter nach Neapel", lautet eine Zeile der Hessen. Nun ist Erik Zabel seit seinem EPO-Geständnis leider nicht mehr der Saubermann, der er einmal war. So zu radeln wie er - das könnte den Konsum illegaler Substanzen implizieren. Von den eifrigen Frankfurter SKB darauf angesprochen, winkte das Drogenkommissariat des Frankfurter Polizeipräsidiums ab. Kein Interesse, keine Zeit, zu läppischer Fall.
Auf umso mehr Interesse stieß der Sachverhalt jedoch beim Internationalen Olympischen Komittee. Im Jahr der ohnehin schon krisengeschüttelten Spiele können die Sportverbände keine neue Doping-Diskussion gebrauchen. IOC-Vize und Jurist Dr. Thomas Bach machte den harten Mann und ließ seine Kontakte spielen. Wieder wurden Räumlichkeiten der Frankfurter Ultras durchsucht. Man fand weder Drogen noch Fahrräder, nur Äppelwoi..
Kein Wunder also, wenn beim anstehenden Gastspiel des BVB in Frankfurt die Heimfans schweigen. Ein Boykott scheint das einzige sinnvolle Mittel gegen die Willkür zu sein, die ein banales, fröhlich klingendes Lied ausgelöst hatte. Eventuell hängt man auch noch ein paar Fahnen verkehrt herum auf.
Doch auch die Dortmunder sollten sich daran beteiligen. Denn: Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte nämlich auch Borussenstürmer Mladen Petric vor einigen Wochen Schwierigkeiten mit dem Geheimdienst. Er wurde observiert, nachdem er am Telefon den verdächtig scheinenden Satzteil "Bin Mladen" ausgesprochen hatte. Wie das Magazin Focus berichtet, wurde daraufhin Petrics gesamte Familie derart rüde verhört, dass dem Kroaten zwar nicht die Lust am Fußball, aber zumindest die am Toreschießen verging. Mit Einstellung der Ermittlungen, die Petric-Anwalt Dr. Gerd Niebaum am vergangenen Samstag kurz vor Anpfiff des Pokalfinales erwirkt hatte, kehrte sogleich auch die Begierde des Stürmers nach wackelnden Tornetzen zurück.
Also, an die Schwatzgelben in Frankfurt: Schweigt für Mladen! Solidarität mit den UF! Gegen den Überwachungsstaat!"
Dank an den Verfasser Felix, der mir hier lästige Schreibarbeit erspart.
Fubu

Mit ein paar Schnittchen (Dank an Nils' Oma) und einem Härke in der Hand verfolgten wir noch den Niedergang der Roten Teufel und des Kölner FC und waren hurtig zu Bett.
Da verwundert es nicht, dass der Niedersachse vom Bahnhof aus den schnellsten Weg zum weltgrößten Schützenfest sucht und dabei seine Pflichten gegenüber stadtunkundigen Touristen versäumt. Hierbei ein Dank an Jan, der immer wieder Einhalt gebot, damit Fubu-Sen Giertzamoto die obligatorischen Fotos machen konnte. Unter anderem von einer namenlosen Kirche, einem inoffiziellen Fan-Treff oder auch Deutschlands schönster Freiluft-Abort namens "BellaVista" (Bild links oben). BellaVista heißt soviel wie schöne Aussicht, aber wenn man sich dann mal die Pimmel-Parade ansieht, darf man geteilter Meinung sein. Auf jeden Fall scheint es in der Gemeinde Ilsede ein Muß zu sein, an dieser Stelle seine Notdurft zu verrichten. Mir als Württemberger verbietet es sich natürlich, so kurz nach dem Genuß englischer Braukunst, eben jene wieder abzuschlagen. Nachgereicht noch ein Bild aus dem Innern des Jack-the-Ripper's. Man beachte die roten Augen der Roten! (v.l.n.r. Nils, Fubu, Sören, Jan)
Kurz darauf trafen wir uns mit den ehemaligen Mitgliedern des Adlersturm Seeheim und genossen vor dem Spiel noch neddersässische Spezialitäten: Grillwurst und Pizza. Kilian brachte mich auf den neuesten Stand seines Hamsterkäfigbaus. So fachsimpelten wir über die Vor- und Nachteile von von Fichtenleimholz, die Minimaldicke von Bauglas oder auch über die Anwendung von schweiß- und speichelfesten Lacken.
Was schon vorher auffiel ließ sich nun nicht mehr verbergen: Das doppelte Lottchen! Scheinbar als Zwillinge geboren, aber bei der Geburt getrennt. Man beachte den Bartschatten, den Haarwuchs, die Statur, die Sonnenbrille, die Schuhe, die Hosen...das kann kein Zufall sein! Tobi, Nils, ihr seid von gleichem Blute! Der Kerl da links auf dem Bild kann unmöglich mit Euch verwandt sein! Laßt doch mal einen Test machen.
Die Einlaßkontrollen am Stadion waren die genauesten, die ich je erlebt habe. Jede Tasche mußte ausgeleert, jeder Geldbeutel geöffnet werden. Ähnlich genau nahmen es sich dann auch bei der Einlaßkontrolle..."Ich hab nichts gesehen". Dementsprechend voll war der Block. Matzel war schon wieder entnervt und sah sich das Spiel von Außen an. Sprich: hinter der letzten Stehplatzreihe, was aber für ihn keine größere Sichtbehinderung darstellte. Ich hingegen nutzte den Torjubel und preschte die Stufen hinunter zu Tube und Kilian. Der weitere Spielverlauf war Eintracht-typisch. Viele vergeigte Chancen, Sonntagsschuß von Hannover, noch mehr vergeigte Chance unlustiger Spieler, der verdiente Siegtreffer. Bekam es die Eintracht nicht gebacken, die 96er im 3 gegen 2 auszuspielen, war es ein "Konter" bei dem 2 Hannoveraner 5 Adler alt aussehen ließen. Auf Premiere hat man das schön sehen können. Super! Wieder mal ein Sieg verschenkt, was ein Rotz. Zu meinem Unverständnis titelte der Internetauftritt der Eintracht mit "Unglückliche und unverdiente Niederlage" - welches Spiel haben die denn gesehen? Hannover war zu keiner Zeit die wirklich stärkere Mannschaft, aber wenn unsere Mannschaft es versäumt, gegen in Unterzahl spielende Hannoveraner mehr als ein Tor zu schießen, darf man nicht rumheulen wenn die Dussel aus einer Chance zwei Tore machen!

Nachdem wir einen aussichtsreichen Parkplatz in der Nähe des Wildparks gefunden hatten, ließen wir uns Einlass gewähren und trafen uns mit den "Eh-da's" - also denjenigen, die eh da sind. Bzw. die immer eh da sind wenn die Eintracht spielt, der sogenannte Steinbach Mob.
es gab sogar vereinzelt Teppiche auf denen man barfuß stehen konnte, während die Ordner die Schuhe zerlegten. Dies verlief jedoch alles in allem recht friedlich. Im Block folgte dann eine erneute Kontrolle. Warum man aber ein leeres Hipbag abgeben muß, entzieht sich meinem Verständnis. Aber man darf auch nicht allzuviel von jemandem erwarten, der samstäglich Männern in den Schritt greift und auch sonst nicht viel Auslauf hat.